Der erste -Raum der Philosophie- in Eckernförde.
Das Licht einer anderen Sicht ... weise
Zuerst ist's ein flüchtiger Hauch,
eine zerbrechliche Ahnung,
ein... kaum merklicher Aufbruch...
wenn etwas Neues zum Licht des Daseins aufbrechen will.
Ein sich abzeichnendes Schimmern ist's,
hauchdünn, feingliedrig, sehr zerbrechlich,
inmitten ungehobelter Grobschlächtigkeit,
die nichts wissen will,
von der anmutigen Zartheit des Neuen.
Schwach ist's noch,
unbeholfen,
wie sämtliches,
was sich ins allesverschlingende Dasein gebärt...
weshalb es den Schutz Verstehender bedarf,
der fürsorglichen Obhut derer,
die schützend das Gewand des Mutes
über das Kindlein der Veränderung halten,
bereit...
es mit ihrem Leben zu verteidigen.
Und so kann der Knospe zarter Schein,
zum Licht
einer anderen Sicht
heran gedeih'n.
Zum Licht einer Sicht,
die ruhig, still und leise,
auf eine ganz andere Art und Weise...
all das in Frage stellt,
woran Grobschlächtigkeit sich krampfhaft festhält.
So fing alles an.
Am Freitag den 27.11.2009, um 18:00 Uhr, öffne ich die Tür zu meinem kleinen Arbeitszimmer, in dem bis zu 15 Gäste Platz haben. Die Einladungen sind vergeben und Anmeldungen für die nächste Lesung im Januar 2010, sind ebenfalls eingegangen.
Thema der Lesung: Die Kinderseelenfresser.
Bereits im Januar 2010, kürzte ich -Philosophie im Arbeitszimmer- in P H I L I A ab.
Die Abbildung vor dem Schriftzug stellt für mich symbolisch eine innere Tür dar, die ins Unsichtbare unseres Selbst führen kann.
Steter Tropfen hüllt den Stein
Da ist sie,
die innere Tür,
die unsichtbare,
die ins Nichtvorstellbare führt
und jenseits allen Vorstellungen
all das berührt...
nach dem ich aus tiefster Seele dürste:
Frei zu sein,
frei von dem geprägten Ergebnis, das ich bin.
Die Bemühungen der Gestrigen,
die enormen,
mich nach ihrem Bilde zu formen,
haben vernichtend auch bei mir gegriffen.
Tief sind sie in mich hinein gedrungen
und haben mir Weltanschauungen aufgezwungen,
die den Keim des Zerstörens schon in sicht tragen
und von jeher,
die Ärmsten diese Welt am meisten plagen...
die man aus purem Egoismus hinzuopfern pflegt,
da man das Ego mehr,
als das Gemeinwohl hegt.
Mit ihren Ängsten vor sich selbst,
haben sie mich hemmungslos bedreckt,
mit eigensüchtigen Gewohnheiten befleckt...
so das ich mir selbst zum größten Hindernis wurde...
auf dem Weg,
zu dieser inneren Tür,
der unsichtbarern,
die ins Nichtvorstellbare führt
und jenseits allen Vorstellungen all das berührt...
nach dem ich aus tiefster Seele dürste.
Und hinter mir,
Rücklinks,
da lauert er schon,
der geprägte Willkürhüne,
gierig sabbernd,
nach Schuldzuweisung, Rechtfertigung und fordernder Sühne.
So sing' ich ein traurig Lied euch vor, von uns, den geprägten Ergebnissen gestriger Bemühungen. Eine bedrückende Melodie, vieler ungelebter Leben. Von den trübsinnigen Bemühungen der Gestrigen, die Zukünftigen nach ihrem Bilde zu formen. Wir, die Heutigen, sind das Ergebnis gestriger Bemühungen. Wir sind nicht wir selbst. Wie sind ein Produkt, geprägt nach gestrigen Meinungen und Vorstellungen. Und wie falsch die gestrigen Meinungen und Vorstellungen sind, zeigt uns die heutige Entwicklung der Welt. Sie ist der Spiegel unseres Denkens und Handelns. Sie ist das, was wir, alle gemeinsam, daraus gemacht haben, oder als Zuschauer zuließen, was darauß gemacht wurde. Wir haben unsere eigene Verantwortlichkeit für unser Leben und die Entwicklung der Erde, in fremde Hände gegeben... so, wie es uns die Gestrigen antrainierten. Wir folgen nicht uns selbst. Wir sind geprägte Ergebnisse ... innerlich ... im Kopf. Das ist das Erbe, welches wir kritiklos übernommen haben.
"Das Licht einer anderen Sicht ... weise." Auszug aus der zweiten Lesung in P H I L I A.
Innerhalb kürzester Zeit, hat sich P H I L I A zu einem Raum der Philosophie, zu einer sozialen Skulptur des Füreinander und Miteinander entwickelt.
Um es mit Steffi's Worten zu sagen: "Toll! Hier kann man über alles reden und... wird auch noch verstanden."
Zu den monatlichen Lesungen finden, den Räumlichkeiten entsprechend, kleine Kunstausstellungen statt.
P H I L I A ist in Eckernförde zu einem geistigen Kleinod gediehen und wird von den Gästen als eine künstlerische und menschliche Bereicherung wahrgenommen. Gabriella und ich bedanken uns bei allen unseren Gästen, für das rege Interesse an den Lesungen. Unser Dank gilt natürlich auch allen Künstlern, die mit einer unglaublichen Bereitschaft, das Projekt mit ihren Künsten bereichern, unterstützen und fördern.
Die Kinderseelenfresser,
war Thema der 1. Lesung.
Verfasst und vorgetragen: Von mir.
Regina de la Motte:
Themenbezogene Gemälde der Eckernförder Malerin, wurden auf Leinwand projiziert.
Thomas Hain:
Der in Eckernförde lebende Maler, stellte eigens für diese Lesung Ölgemälde zur Verfügung, die konträr zur Thematik standen.
Das Licht einer anderen Sicht ... weise,
war Thema der 2. Lesung.
Verfasst und vorgetragen: Von mir.
Thomas Hain
stellte weiterhin Ölgemälde zur Verfügung.
Stefanie Reusch:
Die in Eckernförde wohnhafte Dichter- und Zeichnerin, stellte ihre Kreidemalerei vor.
Im Namen des Herrn,
war Thema der 3. Lesung.
Verfasst und vorgetragen: Von mir.
Eckhard Kowalke:
Der freischaffende Maler, Bildhauer, Designer und Initiator der gleichnamigen Initiative, stellte themenbezogene Ölgemälde und Skulpturen zur Verfügung.
Gudrun Adrion:
Die freischaffende Enkaustik-Malerin, Bronzegießerin und Bildhauerin aus Westerholz, stellte themenbezogene Gemälde und Bronzeskulpturen zur verfügung.
Die kleine grüne Petze,
war Thama der 4. Lesung.
Verfasst und vorgetragen von der Autorin: Stefanie Reusch.
Gudrun Adrion:
Stellt Enkaustik-Gemälde zu Verfügung.
Eckhardt Kowalke:
Stellt Ölgemälde zur Verfügung.
Gabriella Uno:
Stellt Frauen in Aquarell vor.
Fredi M. Uhlig:
Zeigt -Verputztes-.
In uns, um uns und rund um uns herum,
war Thema der 5. Lesung, die Im Atelier -Jungfernstieg 85-, bei Gudrun Adrion und Eckhardt Kowalke stattfand.
Verfasst und vorgetragen: Von mir.
Themenbezogen Bilder wurden auf Leinwand projiziert und Gudrun stellte Gemälde zur Verfügung.
Die kleine grüne Petze,
war wiederholt Thema der 6. Lesung.
Verfasst und vorgetragen von der Autorin: Stefanie Reusch.
Themenbezogene Zeichnungen von ihr, wurden auf Leinwand projiziert.
Stefanie stellte neue Handpuppe vor.
Fredi M. Uhlig:
Zeigt -Verputztes-.
Lesungen und kleine Kunstausstellungen in P H I L I A, für das Jahr 2010.
22. Januar.
19. Februar.
26. März.
30. April.
28. Mai.
25. Juni.
30. Juli.
27 August.
24. September.
29. Oktober.
26. November.
Alle Lesungen beginnen um 18:00 Uhr.
Bei Interesse bitte unter frediuhlig@yahoo.de anmelden.

